Mein Leitspruch „von Zuversicht getragen“ hat genau das bewirkt, was ich mir für das Jahr 2025 gewünscht habe. Er wurde zu meinem inneren Kompass für einen neuen Weg: Mit Vertrauen, Mut und Achtsamkeit bin ich losgegangen. Habe an mich geglaubt, mich aus der Komfortzone gewagt, aber auch immer wieder innegehalten, um zu reflektieren. Diese Worte sind nicht zufällig entstanden. Sie waren eine bewusste Entscheidung. Eine Haltung, die mich durch Unsicherheit, Neuanfänge und Zweifel geführt hat. Denn Zuversicht hatte für mich nie die Bedeutung, dass alles einfach gut wird. Sondern, dass ich den Glauben an mich und meine Fähigkeiten behalte. Egal, was kommt. Egal, was schief geht. Egal, wie unsicher ich auch bin.
Diese Zuversicht ist geblieben. Doch jetzt spüre ich, dass es einer Erweiterung bedarf. Dass Vertrauen allein nicht reicht, wenn man sich selbst zu viele Richtungen offen hält. Denn wenn das eigene Leben reich ist an Ideen, Interessen und Möglichkeiten, braucht es etwas, das bündelt. Etwas, das ordnet ohne einzuengen. Und deshalb gehe ich meine eingeschlagenen Weg 2026 mit Struktur und Fokus weiter.
Warum Entscheidung wichtig ist
Ich war schon immer neugierig. Offen. Vielseitig. Habe viele Ideen und glaube an Verbindungen, wo andere Grenzen sehen. Das ist ein Teil von mir, den ich nicht verlieren möchte. Aber ich habe auch gelernt, dass Offenheit ohne Entscheidung wie ein Weg ohne Ende ist. Ein Weg, der immer neue Richtungen offenbart und mich gleichzeitig von dem wegführt, das mir wirklich wichtig ist.
Das kostet Energie und Zeit, die ich zukünftig besser einsetzen möchte. Statt mich darin zu verlieren, was alles möglich wäre, möchte ich mehr Klarheit gewinnen. Herausfinden, was mir wirklich entspricht. Und deshalb beginne ich zu entscheiden: Welche Dinge können liegen bleiben, welche Ideen müssen reifen? Und welche Projekte klingen heute noch gut und stimmig, um weitergedacht und -entwickelt zu werden.
Ich möchte mich an dem ausrichten, was sich wesentlich anfühlt und meinem Weg entspricht. Als Form der Selbstfürsorge.
Wie Struktur Halt gibt und Fokus filtert
Unter Struktur verstehe ich weder ein Instrument der Selbstoptimierung noch starre Pläne oder To-Do-Listen. Die Struktur, die ich meine, arbeitet nicht mit Druck, sondern hilft mir dabei, nicht jeden Tag neu über alles entscheiden zu müssen. Sie bildet einen Rahmen, in dem ich mich frei bewegen kann. Und schenkt mir verlässliche Rituale als wiederkehrende Anker. Das gibt Orientierung und Sicherheit und hilft dranzubleiben, ohne mich zu überfordern. Diese Struktur schafft Raum für Umsetzung und erlaubt mir mutig zu bleiben. So wird Struktur zu einem stillen Begleiter, der mich sanft auf Kurs hält.
Fokus bedeutet für mich, klarer wählen zu können. Frei von Tunnelblick oder Verzicht. Der Fokus, von dem ich spreche, ist eine Art Filter. Einer, der mir hilft, meine Energie dorthin lenken, wo sie Wirkung entfaltet. Mich ohne zu verzetteln das Wesentliche erkennen lässt. Dabei geht es nicht um Ablenkungen, die reduziert werden, um mehr in weniger Zeit zu schaffen. Sondern darum, Ruhe und Klarheit für eine stimmige Umsetzung zu finden. Für mich ist Fokus ein Medium, das sich verändern und beweglich bleiben darf. Mal stärker und mal leiser ist. Mich vor innerem Leistungsdruck schützt und mir hilft, das Richtige zu tun.
Weshalb Ausgewogenheit Teil des Weges ist
Sehr genau nehme ich wahr, wie laut und schwer die Welt geworden ist. Wie viel Unsicherheit, Erschöpfung und Reizüberflutung uns umgibt. Und ich weiß, dass ich mich verliere, wenn ich dem nichts entgegensetze.
Deshalb halte ich bewusst Verbindung zu allem, was mich erinnert, dass Leben mehr ist als Reaktion: zu meinem Körper und zur Natur. Zur Bewegung, Kreativität und Momenten der Stille. Ausgewogenheit bildet die Voraussetzung für klares Denken, mutiges Handeln und beständige Offenheit. Sie ist für mich kein Luxus und auch kein Ausgleich am Rande des Alltags. Ohne sie würde sich Struktur hart und Fokus eng anfühlen. Und ich möchte wach bleiben, für das, was mir Kraft gibt und mich erinnert, warum ich diesen Weg gehe.
Deshalb bleibt auch meine Zuversicht. Denn sie ist das Fundament, auf dem alles steht. Zusammen mit Struktur und Fokus wird es zu einem Leitbild, zu dem ich immer wieder zurückkehren kann. Wenn es unübersichtlich wird, wenn Ablenkung lockt oder Zweifel laut werden. Ich gehe meinen Weg in diesem Jahr nicht schneller, um voranzukommen, sondern klarer. Und weil das Vertrauen dann am stärksten ist, wenn es von bewussten Entscheidungen begleitet wird.
Weil Langsamkeit kein Rückschritt ist
In einer Welt, die immer schneller wird, empfinde ich bewusste Langsamkeit als eine Form der Selbstbestimmung. Nicht auf jeden Impuls zu reagieren, nicht jede Entwicklung mitzugehen und nicht alles sofort einzuordnen, bedeutet für mich innere Freiheit.
Denn Klarheit braucht Zeit und Tiefe Wiederholung. Auch Vertrauen wächst nicht im Eiltempo. Und dennoch ist Langsamkeit nicht gleichzusetzen mit Stillstand. Sondern gibt mir die Chance auf meinen eigenen Rhythmus zu achten. Auch dann, wenn er nicht synchron zum Takt der Außenwelt schlägt. Und gerade das macht Struktur und Fokus nicht nur weich und beweglich, sondern menschlich.
Was dich bei bewusst-verstrickt erwartet
Wenn du hier gelandet bist, wirst du keine schnellen Lösungen finden. Keine Anleitungen, die du einfach nachmachen musst.
Stattdessen ist dies ein Raum für Menschen, die sich Zeit nehmen wollen. Für ihre Entwicklung, für Kreativität, für das Stricken im eigenen Rhythmus. Ohne Anspruch auf Perfektion. Während hier Ideen mit der Zeit reifen dürfen, lädt die Atmosphäre dazu ein, bei dir zu bleiben.
Ich teile, was mich trägt, ordnet und immer wieder ausrichtet. Meine Erfahrungen, meine Fragen, meine Art, kreativ zu sein. Ohne den Anspruch, dass all das für dich passen muss. Du darfst mitnehmen, was für sich für dich stimmig anfühlt und anderes liegen lassen.
Wenn du auf der Suche nach einem Ort bist, an dem Langsamkeit kein Rückschritt ist, dann bist du hier richtig. Und wenn nicht, ist das genauso in Ordnung.
Ich gehe 2026 weiter. Von Zuversicht getragen, mit Struktur und Fokus. Nicht um jeden Preis, aber mit klarer Richtung.
Herzlichst, deine Vera
